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El taller del coleccionista

David Monrós | Shomu, der kein Boot hatte | Öl auf Leinwand

David Monrós | Shomu, der kein Boot hatte | Öl auf Leinwand

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Eine innere Reise, wenn die äußere Reise unmöglich ist.

Die Anmerkung des Kurators

Es gibt Werke, die einen mit der Wucht einer universellen Wahrheit treffen. „S’homu que no tenía barca“ ist eines davon. Seit es in der Werkstatt ankam, dominierte dieses Gemälde den Raum, nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner rohen Ehrlichkeit. Was mich fasziniert, ist die Spannung, die David Monrós erzeugt: Die menschliche Figur, kauernd und isoliert, glüht in einer Palette lebendiger, fast elektrischer Farben, als wäre ihre innere Welt ein Vulkan der Emotionen. Und ihr gegenüber die Abwesenheit, die Sehnsucht: die Rippen eines Bootes, das nicht existiert, ein Skelett, das die Reise symbolisiert, die es nicht antreten kann. Es ist ein Werk, das von unserer Zeit spricht, von Lähmung und Introspektion, aber auch von dem unerschöpflichen Leben, das in unserem Inneren brodelt. Es ist zweifellos eines der kraftvollsten und bewegendsten Werke, die ich das Privileg hatte auszuwählen.

Kuratorische Analyse

Komposition und Technik Monrós entfaltet auf dieser Leinwand eine Sprache, die direkt aus der Urban Art und dem Neoexpressionismus schöpft. Die Komposition ist kühn und teilt das Werk in zwei große visuelle Felder: links die gespenstische und leere Präsenz des Skelettbootes, gemalt mit gestischen Zügen und Tropfen, die ihm Dramatik verleihen; rechts die Szene der menschlichen Figur, umrahmt von geometrischen Strukturen, die an ein Labyrinth oder einen beengenden Raum erinnern. Der Künstler kombiniert Öl mit scheinbaren Spray- und Schablonentechniken, wodurch eine textur- und schichtenreiche Oberfläche entsteht, die die Komplexität des Themas widerspiegelt.

Die Palette und das Licht Der Farbeinsatz ist der emotionale Schlüssel des Werkes. Monrós schafft einen heftigen Kontrast zwischen der Umgebung und dem Individuum. Der Hintergrund bewegt sich in einer Palette von Grau-, Schwarz- und einem Blaugrün mit industriellen und melancholischen Resonanzen, durchsetzt mit einem fluoreszierenden Grün, das einen Hauch urbaner Schärfe einbringt. Im völligen Gegensatz dazu ist die Haut des Mannes ein chromatisches Schlachtfeld aus Blau-, Violett-, Gelb- und Orangetönen, ein Licht, das aus seinem eigenen Wesen strömt. Es gibt keine externe Lichtquelle; es ist die Figur, die die Szene mit ihrer eigenen geballten Energie erhellt.

Kontext und Bedeutung Der Titel „S’homu que no tenía barca“ (Der Mann, der kein Boot hatte) ist zutiefst suggestiv. In einer mediterranen Kultur, in der das Boot ein Symbol für Freiheit, Lebensunterhalt und Reise ist, wird seine Abwesenheit zu einer starken Metapher. Das Werk spricht davon, gestrandet zu sein, von der Ohnmacht angesichts eines unerreichbaren Horizonts. Die Figur zeigt sich jedoch nicht besiegt, sondern in einem Zustand tiefer Konzentration, fast fötal. Monrós malt keine Tragödie, sondern einen Zustand der Widerstandsfähigkeit: Wenn die äußere Welt uns aufhält, ist die einzige mögliche Erkundung die innere.

Warum dieses Stück einen Platz in Ihrer Sammlung verdient?

  • Die Kraft des zeitgenössischen Neoexpressionismus: Dieses Werk ist ein großartiges Beispiel der aktuellen katalanischen Malerei, die die roheste Figuration unkompliziert mit der Energie der Urban Art integriert. Es ist ein mutiges und absolut zeitgemäßes Stück.

  • Ein Werk, das anspricht: Es ist unmöglich, diesem Gemälde gegenüber gleichgültig zu bleiben. Durch sein universelles Thema – Kampf, Warten, Resilienz – wird es zu einem Spiegel, der Gespräche und Reflexionen anregt, was der letztendliche Zweck großer Kunst ist.

  • Visuelle Wirkung und Großformat: Mit seinen imposanten Maßen (100 x 50 cm) ist dieses Werk dazu bestimmt, der Mittelpunkt jedes Raumes zu sein. Seine visuelle Kraft und seine kühne Farbpalette machen es zu einem dekorativen und künstlerischen Statement.

  • Ein katalanischer Künstler in voller Reife: Der Erwerb eines Werkes von David Monrós aus dieser Periode (2006) ist eine Investition in einen etablierten Künstler mit einer anerkannten Karriere und einer eigenen Sprache. Es ist ein Schlüsselwerk für jede Sammlung zeitgenössischer Kunst mit Charakter.

Technische Daten

  • Autor: David Monrós (geb. 1960)

  • Titel: S’homu que no tenía barca

  • Jahr: 2006

  • Technik: Öl und Mischtechnik auf Leinwand

  • Träger: Leinwand

  • Abmessungen: 100 cm x 50 cm

  • Signatur: Rückseitig auf der Leinwand signiert, betitelt und datiert.

  • Erhaltungszustand: Gut. Das Werk befindet sich in gutem Erhaltungszustand, ohne nennenswerte Beschädigungen oder Mängel.

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