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El taller del coleccionista

Frans Geerts | Der Kardinal in seinem Arbeitszimmer | Öl auf Leinwand | Belgischer anekdotischer Kostümismus

Frans Geerts | Der Kardinal in seinem Arbeitszimmer | Öl auf Leinwand | Belgischer anekdotischer Kostümismus

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Eine intime und minutiös detaillierte Szene, die die Eleganz und den ironischen Unterton des Subgenres der "Kardinalsmalerei" perfekt einfängt, das von der europäischen Bourgeoisie der Belle Époque sehr begehrt war.

Geschichte und kuratorische Analyse

Frans Geerts (Antwerpen, 1869 - Borgerhout, 1957) gehört zur soliden belgischen Akademischen Schule des späten 19. Jahrhunderts. Dieses Werk ist fest in der sogenannten "Kardinalsmalerei" verankert, einem Zweig des anekdotischen Costumbrismo, der auf dem internationalen Markt der damaligen Zeit triumphierte. Dieses Subgenre stellte hohe Würdenträger der Kirche in säkularen, häuslichen oder Freizeitsituationen dar, umgeben von Luxus, und bot Sammlern eine humanisierte und subtil humorvolle Sicht auf den Klerus.

Aus technischer Sicht zeigt Geerts einen absoluten akademischen Virtuosität. Die Komposition ist um die Figur des Kardinals herum aufgebaut, dessen rotes Gewand als unbestreitbarer Licht- und Farbfokus dient. Die Beherrschung der Farbe zeigt sich in der Behandlung der Falten und der Textur der Seide, die meisterhaft mit dem Reichtum der Umgebung kontrastiert: einem monumentalen Kamin, dekorierten Paneelen, Wandteppichen im Hintergrund und einem Schreibtisch, der mit einem reichen Orientteppich bedeckt ist. Der Detailgrad der Möbel, des Parkettbodens und der Schreibtischobjekte – mit denen der Kardinal mit einer kleinen Figur oder Statuette zu interagieren scheint – zeugt von einer rigorosen Ausführung und einer umfassenden Studie der materiellen Qualitäten.

Ein Detail von enormem historischem Wert ist das am Keilrahmen erhaltene Etikett, das vom ursprünglichen Rahmenbauer "F. De Leeuw" stammt und sich in der Turnhoutschebaan in Borgerhout (Antwerpen) befand. Da Borgerhout genau der Ort ist, an dem Geerts wohnte und starb, bestätigt dieses Etikett unbestreitbar die direkte Herkunft des Werkes aus dem unmittelbaren Umfeld des Künstlers.

Gründe für die Sammlung

  • Gefragtes Subgenre: Die Kardinalsmalerei ist ein Klassiker des Sammelns des 19. Jahrhunderts, eine Marktnische mit einer konstant hohen historischen Nachfrage aufgrund ihres visuellen Reichtums und ihres freundlichen Charakters.

  • Technische Virtuosität: Die Darstellung der Texturen (die rote Seide, die Wolle des Orientteppichs, das geschnitzte Holz) spiegelt die hohen Ansprüche der belgischen Akademischen Schule wider.

  • Nachvollziehbarkeit und Authentizität: Das Originaletikett des Rahmens aus Borgerhout verankert das Werk geografisch im Leben des Malers und bietet eine unschlagbare Provenienz.

  • Integrität des Stücks: Es bewahrt seinen originalen historischen Rahmen, eine schwere, geschnitzte und vergoldete Holzstruktur, die nicht nur die Leinwand schützt, sondern auch ihre dekorative Wirkung exponentiell erhöht.

Technische Daten

  • Autor: Frans Geerts (1869-1957)

  • Titel: Der Kardinal in seinem Arbeitszimmer (zugeschriebener Titel)

  • Epoche: Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert

  • Stil: Genremalerei / Anekdotischer Costumbrismo

  • Technik: Öl auf Leinwand

  • Maße des Werkes: 32 x 25 cm

  • Signatur: Unten rechts signiert ("F. Geerts").

  • Provenienz: Originaletikett der Rahmungswerkstatt F. De Leeuw (Borgerhout, Antwerpen) erhalten.

  • Rahmung: Originaler Epochenrahmen aus schwerem geschnitztem und vergoldetem Holz.

  • Erhaltungszustand: Ausgezeichnet. Malerei stabil, ohne Mängel und mit lebhaften Farben.

Die Notiz der Werkstatt

Die Kardinalsmalerei ist immer eine sichere Investition. Diese Stücke wurden für das visuelle Vergnügen der Eliten geschaffen und erfüllen diese Funktion auch heute noch perfekt. Ein Öl von Frans Geerts, das seit über einem Jahrhundert unversehrt in seinem originalen belgischen Rahmen erhalten geblieben ist, ist ein außergewöhnlicher Fund. Für El Taller del Coleccionista ist dieses Werk ein klassisches Beispiel dafür, wie die Genremalerei des 19. Jahrhunderts sein sollte: meisterhafte Ausführung, ansprechendes Thema und eine auf der Rückseite der Leinwand dokumentierte Provenienz.

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