El taller del coleccionista
JORDI SAMSÓ | PRIMITIVE BESTIARIUM UND TOTEMISCHE FIGUREN | NEO-PRIMITIVISMUS | MISCHTECHNIK AUF LEINEN
JORDI SAMSÓ | PRIMITIVE BESTIARIUM UND TOTEMISCHE FIGUREN | NEO-PRIMITIVISMUS | MISCHTECHNIK AUF LEINEN
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JORDI SAMSÓ | PRIMITIVE BESTIARIUM UND TOTEMISCHE FIGUREN | NEO-PRIMITIVISMUS | MISCHTECHNIK AUF LEINEN
Ein Echo der Höhlen, übertragen auf den Asphalt des Barcelona der 1980er Jahre: die Spannung zwischen dem Ursprünglichen und dem Urbanen.
GESCHICHTE UND KURATORISCHE ANALYSE
Jordi Samsó (Barcelona, 1960) greift in seinem Werk von 1988 eine der faszinierendsten Strömungen der Postmoderne auf: die Rückbesinnung auf die Ursprünge. Auf dem Höhepunkt der vorolympischen Urbanisierung blickt Samsó zurück auf Höhlenmalerei und neolithische Grafik, auf der Suche nach einer essentiellen Wahrheit, die die Konzeptkunst verloren hatte. Dieses Werk ist nicht bloß gestische Malerei; es ist eine Übung in moderner Archäologie, in der der Künstler die unbemalte Leinwand wie eine Höhlenwand nutzt und Symbole einritzt, die die ferne Vergangenheit mit der Ästhetik zeitgenössischer Graffiti verbinden.
In dieser neuen Interpretation offenbart sich die Komposition als stilisierte Ritual- oder Jagdszene. Links stehen zwei vertikale, schematische und totemartige Figuren, die das Geschehen beobachten oder daran teilnehmen. Rechts winden sich die schwarzen Linien zu mindestens zwei vierbeinigen Wesen mit prähistorischen Anklängen, deren Rücken und Gliedmaßen Bewegung und tierische Spannung suggerieren. Samsó verwendet dicke, kohlenstoffartige schwarze Linien, die die Rauheit von Holzkohle imitieren, durchbricht sie jedoch abrupt mit fluoreszierenden rosa Farbtupfern und blauen Strichen und erzeugt so einen zeitlichen Kontrast zwischen der Ikonografie Altamiras und den Neonlichtern der modernen Stadt.
Die ästhetische Geschlossenheit des Werkes liegt in seinem atavistischen Charakter. Es gibt keine Perspektive, keine akademische Raffinesse; es gibt nur den Impuls. Der Künstler negiert die chronologische Zeit und verschmilzt die einfühlsame Magie früher Zivilisationen mit der expressiven Dringlichkeit der 1980er Jahre. Der ungrundierte Jute-Träger (grobes Leinen) verstärkt den Eindruck eines „Fundstücks“ oder eines Mauerfragments und verleiht dem Ganzen eine erdverbundene und ehrliche Materialität.
WARUM IST DIESES STÜCK EINE CHANCE?
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Relevanz/Stil: „Moderner Primitivismus“ ist eine hoch angesehene Kunstrichtung (man denke an die Werke von Penck oder Basquiat). Dieses Werk fügt sich perfekt in diese Erzählung ein, die das Tribale aus einer avantgardistischen Perspektive neu interpretiert.
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Visuelle Erzählung: Die Interpretation der „Figuren und Tiere“ erzeugt eine narrative Komplexität, die über reine Abstraktion hinausgeht. Sie ermöglicht es dem Betrachter, das Werk zu entschlüsseln und in dem Linienwirrwarr Tier- und Menschenformen zu erkennen.
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Format und Wirkung: Die Größe von 1 x 1 Meter ist beeindruckend. Aufgehängt wirkt es wie ein altes „Fresko“, das abgenommen und konserviert wurde.
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Ästhetik/Dekoration: Die Kombination aus Erdtönen (Leinen), tiefem Schwarz und einem neonpinken Akzent wirkt äußerst edel. Sie passt ideal in moderne Designräume, die der Kühle mit etwas Lebendigem und Strukturiertem entgegenwirken möchten.
TECHNISCHE DATEN
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Autor: Jordi Samsó (1960).
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Titel / Thema: Primitivistische Komposition / Figuren und Tiere.
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Zeitraum: 1988 (Unterschrieben und datiert).
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Technik und Trägermaterial: Mischtechnik (Acryl, Fettstift und Emaille) auf roher Leinenleinwand.
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Abmessungen: 100 x 100 cm.
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Unterschrift: Handschriftlich in der oberen linken Ecke: "Samsó 88".
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Provenienz: Privatsammlung.
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Erhaltungszustand: Sehr gut
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Inspektionsgarantie: 14-tägige Geld-zurück-Garantie.
DIE WORKSHOP-NOTIZ
Es ist ein gemaltes Ritual. Das Besondere an diesem Werk ist, wie Samsó mit nur vier schwarzen Pinselstrichen Tier- und Menschengestalten sichtbar macht. Ich habe es wegen dieser Synthesefähigkeit ausgewählt; man sieht die Kreaturen rechts und die wachsamen Gestalten links, alle eingehüllt in die Atmosphäre aus braunem Stoff und rosa Glitzer. Es ist ein Werk für all jene, die verstehen, dass die moderne Kunst im Kern immer noch versucht, die Realität so einzufangen wie unsere Vorfahren.
Beinhaltet Sammlerdossier: Zertifikat über Recherche und Herkunft, gedruckt von The Collector's Workshop.
