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El taller del coleccionista

Francisco Payá Sanchís — Kiefernwald und Weg, 1947 — Öl auf auf Holz aufgezogener Leinwand

Francisco Payá Sanchís — Kiefernwald und Weg, 1947 — Öl auf auf Holz aufgezogener Leinwand

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Ein Weg führt in eine bewaldete Landschaft, gesäumt von Pinien, deren Kronen und Stämme der Komposition eine deutliche Tiefe verleihen. Die dicht gemalte Vegetation und eine von dunklen Grün-, Ocker- und Erdtönen geprägte Palette schaffen eine Atmosphäre gedämpften Lichts, fern der intensiven Helligkeit vieler mediterraner Werke des Malers.

Dieses mit „Payá Sanchís“ signierte und laut Katalogisierung auf 1947 datierte Ölgemälde gehört zur reifen Schaffensphase von Francisco Payá Sanchís (1892–1977), einem valencianischen Maler, dessen Laufbahn eng mit der Landschaftsmalerei, der Kunsterziehung und dem Studium des Lichts verbunden war.

Francisco Payá Sanchís: die valencianische Tradition der Lichtmalerei

Francisco Payá Sanchís wurde 1892 in Valencia geboren und studierte an der Kunsthochschule San Carlos, wo früh seine Begabung für Zeichnung und Malerei auffiel.

Seine Laufbahn verband die Malerei mit einer langjährigen Lehrtätigkeit. 1917 erhielt er eine Stelle als Lehrer für künstlerisches Zeichnen und Kunstgeschichte in Santiago de Compostela. Später leistete er wichtige pädagogische Arbeit in Almería, wo er die Leitung der Kunstgewerbeschule übernahm.

1940 zog er nach Barcelona, wo er bis zu seiner Pensionierung 1962 beruflich tätig blieb. In diesen Jahren malte er intensiv und beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen.

Seine Malerei steht in der valencianischen Landschaftstradition und richtet besondere Aufmerksamkeit auf natürliches Licht und atmosphärische Veränderungen. Als Bewunderer von Ignacio Pinazo, Mariano Benlliure und Joaquín Sorolla widmete er sich vor allem Landschaften, Meeresansichten und Alltagsszenen.

Die Tiefe des Waldes und das Studium des Halbdunkels

Das vorliegende Werk zeigt einen besonders zurückhaltenden Zugang zur Landschaft.

Die Komposition ordnet sich um einen Weg, der den Blick in die Ferne führt, während Bäume und Geländeunterschiede eine Struktur überlagerter Bildebenen bilden.

Anders als in den von intensivem Sonnenlicht erfüllten Landschaften anderer Werke des Künstlers wird das Licht hier teilweise durch die Vegetation gefiltert. Helligkeit zeigt sich in feinen Abstufungen zwischen beleuchteten Bereichen und dunklen Baumgruppen.

Das Ergebnis verdeutlicht Payá Sanchís’ Fähigkeit, eine Atmosphäre aus dem Verhältnis von Licht, Schatten und dichter Vegetation aufzubauen.

Farbmaterie und der Aufbau der Landschaft

Zu den interessantesten Merkmalen des Werks gehört die hervorgehobene Rolle des Pinselstrichs.

Der Ölfarbauftrag besitzt eine deutliche Struktur, besonders an den Stämmen, in der Vegetation und in den Unebenheiten des Bodens. Kleine Richtungswechsel der Pinselstriche unterscheiden die Oberflächen und ordnen die räumlichen Volumen der Landschaft.

Die Farbpalette konzentriert sich auf graue Grüntöne, Ocker, Braun und Erdtöne. Diese Zurückhaltung verstärkt den stillen Charakter der Szene und lenkt die Aufmerksamkeit auf Lichtabstufungen und die Materialität der Malerei.

Die auf eine Holztafel aufgezogene Leinwand bietet dieser kleinen Komposition einen festen Bildträger. Das Format ermöglicht eine nahe Betrachtung der Details und der Farbstruktur.

Ein Werk aus der Zeit in Barcelona

Die Datierung 1947 ordnet das Gemälde einer bedeutenden Phase von Payá Sanchís’ Laufbahn zu, sieben Jahre nach seinem beruflichen Umzug nach Barcelona.

In dieser Zeit widmete sich der Künstler weiterhin der Landschaft, ohne die valencianische Maltradition aufzugeben, in der er ausgebildet worden war.

Die Komposition enthält nicht genügend Anhaltspunkte, um einen bestimmten Ort zu identifizieren. Ihr Interesse liegt daher in der malerischen Deutung der Natur und weniger in der topografischen Darstellung eines konkreten Ortes.

Werkdaten

  • Künstler: Francisco Payá Sanchís (Valencia, 1892–Olocau, 1977).

  • Beschreibender Titel: Pinienwald mit Weg.

  • Datierung: 1947, gemäß der Katalogisierung des Werks.

  • Technik: Ölmalerei mit pastosem Pinselstrich.

  • Bildträger: Auf Holztafel aufgezogene Leinwand.

  • Maße: 24,5 × 31 cm.

  • Signatur: „Payá Sanchís“, unten rechts, gemäß der Dokumentation des Werks.

  • Stil: Spanische Landschaftsmalerei des 20. Jahrhunderts, valencianische Maltradition.

  • Motiv: Bewaldete Landschaft, Pinien und ländlicher Weg.

  • Erhaltungszustand: Die bestehende Katalogisierung nennt leichte rahmungsbedingte Abnutzungen an den Rändern; die Struktur der pastosen Farbe bleibt sichtbar. Eine technische Beurteilung möglicher Restaurierungen oder früherer Eingriffe ist nicht dokumentiert.

  • Anmerkungen: Die Datierung 1947 und die Bestimmung des Bildträgers stammen aus der Verkaufsdokumentation des Werks. Die Landschaft ist keinem konkreten geografischen Ort zugeordnet.

Die Notiz des Taller

Besonders interessant an diesem kleinen Ölgemälde ist der Kontrast zum bekannteren Bild Francisco Payá Sanchís’ als Maler heller Landschaften. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Dichte der Bäume, die Struktur des Bodens und eine deutlich zurückhaltendere Beleuchtung.

Der Pinselstrich gewinnt eine fast skulpturale Präsenz und baut die verschiedenen Ebenen des Waldes durch kleine Ansammlungen von Farbmaterie auf.

Das Werk entstand während seiner Zeit in Barcelona und zeigt eine intimere Seite seiner Landschaftsmalerei. Das Licht verschwindet nicht, sondern wird zu einem subtilen Mittel, um Tiefe und Atmosphäre zu ordnen.

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