El taller del coleccionista
Joan Soler-Jové und Llorenç Moyà Gilabert — Parla un pallasso, illustriertes Gedicht, 20. Jahrhundert
Joan Soler-Jové und Llorenç Moyà Gilabert — Parla un pallasso, illustriertes Gedicht, 20. Jahrhundert
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Was verbirgt sich hinter dem Lächeln eines Clowns? Welche Gedanken hegt jemand, der sein Leben dem Ziel widmet, andere zum Lachen zu bringen?
Diese Fragen finden eine besonders ausdrucksstarke Antwort in Parla un pallasso („Es spricht ein Clown“), einer poetischen Komposition des mallorquinischen Schriftstellers Llorenç Moyà Gilabert (1916–1981), begleitet von einer Illustration von Joan Soler-Jové (Barcelona, 1934).
Das Werk weist eine ungewöhnliche horizontale Anordnung auf: links das handschriftliche Gedicht auf Katalanisch, rechts ein stehender Clown, gezeichnet mit dem für Soler-Jové charakteristischen leichten, spontanen und ausdrucksstarken Strich.
Die Figur in ihrer Zirkuskleidung und mit ihren großen Schuhen scheint zu schweigen, während die Worte den sie umgebenden Raum füllen. Der Text reflektiert den Kontrast zwischen der Freude, die der Clown dem Publikum schenkt, und der emotionalen Intimität dessen, der diese Rolle spielt. Humor und Einsamkeit, Schein und Gefühl, Spektakel und Introspektion koexistieren in ein und derselben Komposition.
Die Beziehung zwischen Poesie und Zeichnung besitzt zudem einen dokumentierten literarischen Kontext. „Parla un pallasso de Soler-Jové“ wurde 1966 in der katalanischen Zeitschrift Lluc veröffentlicht, literarisch signiert von Llorenç Moyà Gilabert. Jahre später arbeiteten beide Autoren erneut an einem kreativen Projekt zusammen: I, tanmateix, pallasso..., einem Gedichtband von Moyà, der 1978 mit Illustrationen von Soler-Jové und einem Vorwort des Schriftstellers Llorenç Villalonga erschien.
Das Stück ist somit Teil eines künstlerischen Dialogs zwischen zwei Schöpfern, die mit der katalanischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden waren: der eine erforscht die menschliche Existenz durch das Wort, der andere durch die Zeichnung.
Sein Interesse geht über die bloße Zirkusdarstellung hinaus. Es ist eine Reflexion über die Distanz, die zwischen der öffentlichen Person und dem Individuum bestehen kann, zwischen dem Lächeln für andere und den Gefühlen, die verborgen bleiben.
Technische Daten
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Zeichner: Joan Soler-Jové (Barcelona, 1934).
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Autor des Gedichts: Llorenç Moyà Gilabert (Binissalem, 1916 – Palma, 1981).
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Titel: Parla un pallasso de Soler-Jové.
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Technik: Handschriftliches Gedicht und Strichzeichnung auf Papier.
Abmessungen: 13 × 25,5 cm.
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Chronologie: Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, ohne handschriftliche Datierung.
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Literarische Referenz: Gedicht veröffentlicht in Lluc im Jahr 1966.
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Inschriften: Handschriftlicher Titel oben links und Name Llorenç Moyà Gilaberts am Ende des Textes.
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Erhaltungszustand: Papier mit Vergilbung, kleinen Altersflecken, Knicken und Spuren früherer Klebestreifen am oberen Rand sowie einem vertikalen Knick im unteren mittleren Bereich.
Anmerkung der Werkstatt
Wir halten die Beziehung, die dieses Stück zwischen Literatur und bildender Kunst herstellt, für besonders interessant. Der Clown von Soler-Jové ist nicht mehr nur eine Zirkusfigur, sondern wird zum Protagonisten einer Reflexion über Identität, Einsamkeit und die menschliche Verfassung.
Die Dokumentation seiner literarischen Veröffentlichung im Jahr 1966 und die spätere Zusammenarbeit zwischen Moyà und Soler-Jové verleihen einen kulturellen Kontext, der diese Komposition von einer herkömmlichen Zirkusskizze abhebt.
