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El taller del coleccionista

Manel Pujol Baladas — Con un par de pimientos (1992) — Materielles Stillleben — Zertifiziertes großformatiges Werk

Manel Pujol Baladas — Con un par de pimientos (1992) — Materielles Stillleben — Zertifiziertes großformatiges Werk

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Con un par de pimientos, von Manel Pujol Baladas 1992 geschaffen, ist ein kraftvolles großformatiges Stillleben. Der Künstler führt die traditionelle Gattung in eine ganz zeitgenössische Bildsprache über, aufgebaut aus Material, Collage, Zeichnung und einer ausgeprägten malerischen Gestik.

Die Komposition ordnet sich um eine große Kreisform im Zentrum, die die wichtigsten Elemente des Stilllebens zusammenfasst. Paprikaschoten, Gefäße und Alltagsgegenstände bleiben erkennbar, sind jedoch stark vereinfacht und verformt, bis sie in die bildnerische Architektur des Gemäldes eingehen.

Es entsteht ein Werk von großer visueller Präsenz, bestimmt von tiefem Schwarz, Weiß, Rot, Erdtönen und orangefarbenen Akzenten. Das Material geht über seine Funktion als Mittel zur Darstellung der Gegenstände hinaus und wird selbst zum Hauptakteur der Komposition.

Ein Stillleben wird zu Material

Pujol Baladas nimmt eine der ältesten Gattungen der westlichen Malerei zum Ausgangspunkt und unterzieht sie einer grundlegenden Verwandlung.

Die dargestellten Elemente entstehen aus kräftigen dunklen Konturen, gezogenen Farbpartien und Materialansammlungen. Anstelle einer traditionellen Modellierung des Volumens verwendet der Künstler Kontrast, Geste und Textur, um den Gegenständen physische Präsenz zu verleihen.

Besonders kraftvoll ist die große Kreisstruktur im Zentrum. Sie ordnet das Bild visuell und umfasst die beiden Paprikaschoten, die der Komposition ihren Namen geben. Verschiedene Gefäße ringsum balancieren die Szene aus und verhindern, dass sich die malerische Spannung auf einen einzigen Punkt konzentriert.

Die konventionelle Perspektive verschwindet beinahe: Tisch, Gegenstände und Hintergrund werden auf eine gemeinsame Bildebene verdichtet.

Collage, Malerei und Oberfläche

Zu den interessantesten Aspekten des Werks gehört die Einbindung von bedrucktem Papier in die malerische Oberfläche.

Collagefragmente bleiben unter der Farbe teilweise sichtbar, sodass Buchstaben und Wörter zwischen den Pigmentschichten hervortreten. Pujol Baladas bringt damit Elemente der Alltagswirklichkeit unmittelbar in das Werk ein. Die Collage bildet einen strukturellen Bestandteil der Komposition und ist mehr als hinzugefügte Dekoration.

Auf dieser Grundlage entwickelt er eine sehr körperliche Malerei. Breite Pinselzüge, pastose Aufträge, Kratzspuren und schwarze Linien erzeugen eine unregelmäßige Oberfläche, die sich mit dem Lichteinfall verändert.

Die Verbindung aus erkennbarer Bildwelt und materialbetontem Aufbau macht das Werk zu einem besonders charakteristischen Beispiel jener Bildsprache, die der Künstler in den frühen 1990er-Jahren entwickelte.

1992: ein Schlüsselmoment seines Schaffens

Das Werk ist auf 1992 datiert, eine besonders bedeutende Periode im Schaffen Manel Pujol Baladas’.

In diesen Jahren erreicht seine Malerei eine sehr persönliche Synthese aus Figuration, Informel, Collage und materialbetontem Expressionismus. Es ist auch das Jahr seiner Olympischen Suite „Homenaje a las Subsedes Olímpicas Barcelona 92“, die später mit den Olympischen Museen in Barcelona und Lausanne verbunden war, sowie seiner Teilnahme an der EuropArt in Genf.

Diese Periode geht unmittelbar jener internationalen Präsenz voraus, die unter anderem seine Teilnahme an der Art Miami 1994 und später an der ARCO in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts umfassen sollte.

Con un par de pimientos gehört somit zu einer Phase voller Reife und der Festigung seines bildnerischen Vokabulars.

Zertifikat und Referenzwert

Das Werk wird von einem Originalzertifikat mit der Unterschrift von Manel Pujol Baladas begleitet. Es trägt die Nummer M.P.B. 0127; darin bestätigt der Künstler die Urheberschaft, den Titel, die Technik, die Maße und das Entstehungsjahr.

Das Dokument nennt außerdem einen Referenzwert von 700.000 mexikanischen Pesos im mexikanischen Kontext des Künstlers und unter Bezugnahme auf den SAT — Servicio de Administración Tributaria in Mexiko.

Nach direkt von Pujol Baladas mitgeteilten Informationen entsprechen diese Beträge den für seine Werke festgelegten Referenzpreisen. Als ungefähre Orientierung entspricht die Angabe rund 35.000 €; dieser Wert ist von den später auf dem Sekundärmarkt erzielbaren Preisen zu unterscheiden.

Das Zertifikat ermöglicht eine besonders genaue Dokumentation des Werks und liefert eine direkte Angabe des Künstlers zu seiner wirtschaftlichen Positionierung.

Werkdaten

Künstler: Manel Pujol Baladas
Titel: Con un par de pimientos
Jahr: 1992
Technik: Mischtechnik und Collage auf Leinwand
Maße: 75 × 105 cm
Signatur: Signiert und datiert „M. Pujol Baladas 92“
Genre: Zeitgenössisches Stillleben
Stil: Expressive Figuration und materialbetontes Informel
Zertifizierung: Originalzertifikat mit der Unterschrift von Manel Pujol Baladas
Zertifikatsnummer: M.P.B. 0127
Dokumentierter Referenzwert: 700.000 MXN
Provenienz: Privatsammlung; Teil einer Gruppe von 18 zertifizierten Werken des Künstlers
Erhaltungszustand: Sehr guter Gesamtzustand

Die Notiz des Taller

Ein besonders reizvolles Werk innerhalb von Manel Pujol Baladas’ Schaffen der frühen 1990er-Jahre. Gegenüber seinen offener abstrakten Kompositionen bleibt das Stillleben hier klar erkennbar, wird jedoch durch eine radikale Behandlung von Material, Collage und Farbe verwandelt.

Das Querformat von 75 × 105 cm verleiht dem Werk eine beträchtliche Präsenz, ohne seine räumliche Einbindung zu erschweren. Die große Kreisstruktur und die Intensität von Rot und Schwarz lassen es eine Wand auch für sich allein visuell tragen.

Hinzu kommt eine besonders umfassende Dokumentation: Das signierte und datierte Werk gehört zu einer Privatsammlung mit 18 Arbeiten und wird von einem individuellen, vom Künstler unterzeichneten Zertifikat begleitet.

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