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El taller del coleccionista

Manel Pujol Baladas — Tischtuch und Vase (1992) — Art Miami — Zertifiziertes, großformatiges Materialbild-Stillleben

Manel Pujol Baladas — Tischtuch und Vase (1992) — Art Miami — Zertifiziertes, großformatiges Materialbild-Stillleben

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Das 1992 entstandene Mantel y jarrón ist ein großformatiges Werk von Manel Pujol Baladas (Vic, 1947). Es gehört zu der auf der Art Miami präsentierten Gemäldegruppe aus einer Phase besonders ausgeprägter internationaler Präsenz des Künstlers.

Auf einer Leinwand von 100 × 81 cm deutet Pujol Baladas das Stillleben durch eine intensiv körperliche Malerei neu, die aus Material, Zeichnung, Collage und aufeinanderfolgenden Farbschichten aufgebaut ist. Das weiße Tischtuch und die große bläuliche Vase gliedern das Zentrum der Komposition. Früchte, Gefäße und weitere, nur angedeutete Elemente erscheinen und verschwinden in der dichten Oberfläche.

Die Szene bleibt als Stillleben erkennbar, doch ihr Interesse liegt nicht mehr in der getreuen Wiedergabe der Gegenstände. Pujol Baladas verwandelt jedes Element in Form, Textur und Geste und macht die Leinwand selbst zum Raum malerischer Experimente.

Das Tischtuch als Struktur der Komposition

Das große helle Tischtuch fällt aus der Bildmitte herab und bildet die eigentliche Architektur des Stilllebens.

Seine Fläche durchbricht die Dunkelheit an den Seiten und führt den Blick unmittelbar zur Vase, die mit intensivem Blau, Weiß und kräftigen schwarzen Strichen gestaltet ist. Pujol Baladas konstruiert die Stofffalten durch Linien, Farbflecken und Materialfragmente und geht damit über ihre konventionelle Darstellung hinaus.

Diese große weiße Zone bringt Tiefe und Leuchtkraft in eine ansonsten von Ocker, Grün, Schwarz und Erdtönen bestimmte Komposition.

Links erscheint eine Weintraube in gelblichen und grünlichen Tönen. Verschiedene Gefäße und Kreisformen vervollständigen die Szene. Die Gegenstände scheinen sich aufzutürmen und zu überlagern. So entsteht ein Eindruck von Fülle und Bewegung, weit entfernt von der traditionellen Ruhe des Stilllebens.

Vase, Farbe und Material

Die Vase bildet den wichtigsten farblichen Blickpunkt des Gemäldes.

Ihr intensives Blau hebt sich von den Erdtönen ab und verwandelt einen Alltagsgegenstand in eine beinahe eigenständige Präsenz. Die schwarze Kontur begrenzt ihre Form nur teilweise; die Farbe überschreitet diese Grenzen fortwährend und lässt Figur und Hintergrund ineinander übergehen.

Diese Spannung zwischen dem erkennbaren Gegenstand und seiner zunehmenden Auflösung ist grundlegend für Pujol Baladas’ Werk in diesen Jahren.

Die Oberfläche bewahrt außerdem zahlreiche Spuren der Ausführung: pastose Farbaufträge, Kratzspuren, gezogene Farbe, energische Linien und als Collage eingearbeitete Papierfragmente. Licht trifft unterschiedlich auf diese Unebenheiten und verleiht der Malerei eine physische Präsenz, die sich mit dem Betrachtungsstandpunkt verändert.

Vom traditionellen Stillleben zum materialbetonten Informel

Mantel y jarrón bewahrt Elemente der Stilllebentradition — Früchte, Gefäße, Geschirr und Textilien —, gehört in seinem Aufbau jedoch ganz zu der zeitgenössischen Bildsprache Pujol Baladas’.

Die klassische Perspektive verschwindet beinahe. Tisch, Tischtuch, Vase und weitere Gegenstände werden auf eine gemeinsame Fläche verdichtet und durch Farbflecken, Linien und Materialansammlungen neu aufgebaut.

Die Collage verstärkt diese Verwandlung. Bedruckte Papierfragmente bleiben unter der Farbe teilweise sichtbar, bringen Elemente der Wirklichkeit unmittelbar auf die Leinwand und durchbrechen die Trennung zwischen dargestelltem Bild und physischem Gegenstand.

So bewahrt Pujol Baladas die Erinnerung an das traditionelle Stillleben und unterzieht es zugleich einem zutiefst persönlichen Prozess der Fragmentierung und Rekonstruktion.

Ein Werk von 1992

Das Gemälde ist auf 1992 datiert, einen besonders bedeutenden Moment im Schaffen des Künstlers.

In diesen frühen Jahren der 1990er festigt Pujol Baladas eine Bildsprache, in der Figuration, gestischer Expressionismus, Collage und materialbetontes Informel zusammenwirken. Die Gegenstände bleiben leicht erkennbar, dienen aber zunehmend als Ausgangspunkt für die Untersuchung der Oberfläche und der malerischen Materie.

Mantel y jarrón ist ein besonders klares Beispiel dieser Phase: ein großformatiges, technisch komplexes Werk, aufgebaut um ein wiederkehrendes Motiv seines Schaffens, das Stillleben.

Art Miami

Das Werk besitzt zudem eine besonders relevante Ausstellungsgeschichte: Es gehörte zu der auf der Art Miami präsentierten Werkgruppe.

Dies verortet das Gemälde in der Phase von Pujol Baladas’ internationaler Präsenz in den Vereinigten Staaten und bietet einen konkreten Ausstellungskontext für ein Werk, dessen Bildsprache und Datierung ganz für diese Zeit stehen.

Zur Entstehung während der internationalen Expansion des Künstlers kommt damit die unmittelbare Verbindung zu einem der herausragenden Ausstellungsereignisse dieser Schaffensphase hinzu.

Die Ausstellungsgeschichte auf der Art Miami zählt zusammen mit dem großen Format und der individuellen Dokumentation zu den wichtigsten Merkmalen, die das Werk auszeichnen.

Zertifikat und Dokumentation

Mantel y jarrón wird von einem Originalzertifikat mit der Unterschrift von Manel Pujol Baladas begleitet. Es trägt die Nummer M.P.B. 0125; darin bestätigt der Künstler die Urheberschaft, den Titel, die Technik, die Maße und das Entstehungsjahr.

Das Dokument nennt außerdem einen Referenzwert von 740.000 mexikanischen Pesos im Zusammenhang mit dem SAT — Servicio de Administración Tributaria in Mexiko.

Nach direkt von Pujol Baladas mitgeteilten Informationen entsprechen die in diesen Zertifikaten genannten Beträge den für seine Werke festgelegten Referenzpreisen. Als ungefähre Orientierung entspricht die Angabe rund 37.000 €; dieser Wert ist von den Preisen auf dem Sekundärmarkt zu unterscheiden.

Das individuelle Zertifikat, die Signatur, die Datierung und die Ausstellungsgeschichte auf der Art Miami ermöglichen eine besonders umfassende Dokumentation dieses Gemäldes.

Werkdaten

Künstler: Manel Pujol Baladas
Titel: Mantel y jarrón
Jahr: 1992
Technik: Mischtechnik und Collage auf Leinwand
Maße: 100 × 81 cm
Format: 40 F
Signatur: Signiert
Ausstellungsgeschichte: Art Miami
Genre: Zeitgenössisches Stillleben
Stil: Expressive Figuration und materialbetontes Informel
Zertifizierung: Originalzertifikat mit der Unterschrift von Manel Pujol Baladas
Zertifikatsnummer: M.P.B. 0125
Dokumentierter Referenzwert: 740.000 MXN
Spätere Provenienz: Privatsammlung; Teil einer Gruppe von 18 zertifizierten Werken des Künstlers
Erhaltungszustand: Ausgezeichneter Gesamtzustand

Die Notiz des Taller

Ein Werk von großer Präsenz und eines der umfassendsten Stillleben dieser Werkgruppe Manel Pujol Baladas’ aus den frühen 1990er-Jahren.

Der Kontrast zwischen dem weißen Tischtuch, dem intensiven Blau der Vase und den dunklen Erdtönen des Hintergrunds verleiht der Komposition einen besonderen Farbreichtum. Aus der Nähe dominiert das Material — Collage, pastose Aufträge, Kratzspuren und Striche; im Gesamtbild treten Vase, Weintraube, Gefäße und die klassische Struktur eines Stilllebens wieder hervor.

Die Ausstellungsgeschichte auf der Art Miami, die beträchtlichen Maße von 100 × 81 cm und das individuelle, vom Künstler unterzeichnete Zertifikat vervollständigen ein besonders repräsentatives und gut dokumentiertes Werk aus dieser Schaffensphase Pujol Baladas’.

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