El taller del coleccionista
Editorial Ramón Sopena — Hispano-arabisches Pferd — Originalzeichnung für Agricultura y Ganadería — Bleistift auf Papier
Editorial Ramón Sopena — Hispano-arabisches Pferd — Originalzeichnung für Agricultura y Ganadería — Bleistift auf Papier
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Strikt im Profil dargestellt, erscheint das Pferd isoliert vor einem praktisch leeren Hintergrund, wobei die gesamte Aufmerksamkeit auf seiner Anatomie liegt. Die Linienführung beschreibt präzise Kopf, Hals, Gliedmaßen und Muskulatur, während eine zarte Schattierung den Körper modelliert und Mähne, Schweif sowie die voluminöseren Bereiche hervorhebt.
Das Blatt wurde als Originalillustration für einen Verlag für das Buch Agricultura y Ganadería konzipiert, wo das Bild der Abbildung 243 entsprach. Die auf dem Stück selbst erhaltenen Anmerkungen identifizieren das Tier eindeutig als „Hispano-Araber“ und dokumentieren seine Verwendung während des Editionsprozesses.
Das Werk
Das Pferd ist von der Seite dargestellt, einem im Wesentlichen deskriptiven Modell folgend. Es gibt weder eine Landschaft noch Nebenelemente: Lediglich ein paar kurze Bodenlinien verorten das Tier im Raum.
Diese visuelle Ökonomie entspricht der didaktischen Funktion der Illustration. Das Ziel war es nicht, eine reiterliche Szene zu schaffen, sondern dem Leser ein klares Bild der allgemeinen Morphologie des Hispano-Arabers zu vermitteln.
Die Zeichnung ist in Bleistift auf Papier ausgeführt und kombiniert feine Konturen, Schraffuren und weiche Graphitabstufungen. Der Körper wird durch eine sehr zurückhaltende Schattierung modelliert, die das Volumen sichtbar macht, ohne die für den späteren Druck erforderliche Schärfe zu verlieren.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Kopf und dem Hals, wo der Zeichner eine größere Anzahl von Linien einsetzt, um Ausdruck, Muskulatur und Mähne zu charakterisieren. Die Beine hingegen sind sorgfältig artikuliert und enden in deutlich definierten Hufen.
Ein für die Veröffentlichung bestimmtes Original
Die erhaltenen Anmerkungen tragen entscheidend zu ihrem Interesse bei.
Auf der Vorderseite ist zu lesen:
„Cª 671 – Caballo hispano-árabe“
Auf der Rückseite erscheinen die Referenzen:
„Agricultura y Ganadería. Fig. 243.“
sowie eine zusätzliche Anmerkung, die zu besagen scheint:
„Ciencias, fig. 1153“
Diese Hinweise zeigen, wie dasselbe Original verschiedene Archivnummern tragen oder mit unterschiedlichen Verlagsprojekten in Verbindung gebracht werden konnte.
Das Blatt bewahrt zudem Nummern, Korrekturen und Arbeitsmarkierungen in Bleistift und Farbe, die typisch für den Durchlauf durch eine Illustrations- und Satzabteilung sind.
Der Hispano-Araber
Der Hispano-Araber entsteht historisch aus der Kreuzung von Pferden spanischer und arabischer Abstammung. Die Zucht zielte darauf ab, die geschätzten Eigenschaften beider Linien zu vereinen: Ausdauer, Agilität, Funktionalität und eine Morphologie, die für verschiedene reiterliche Aufgaben geeignet ist.
In einer Publikation über Landwirtschaft und Viehzucht hatte seine Darstellung eine im Wesentlichen didaktische Funktion und begleitete vermutlich ein Kapitel, das den Pferderassen und deren Merkmalen gewidmet war.
Die Illustration spiegelt genau diese Absicht wider: Das Pferd wird nicht durch eine spektakuläre Pose idealisiert, sondern auf die nützlichste Weise präsentiert, um seinen Körperbau zu studieren.
Technisches Datenblatt
Verlag / Herkunft: Bestand an Verlagsoriginalen von Ramón Sopena, Barcelona
Titel: Caballo hispano-árabe (Hispano-Araber)
Publikation: Agricultura y Ganadería
Verlagsreferenz: Abbildung 243; zusätzliche Referenz „Ciencias, fig. 1153“
Chronologie: Mitte des 20. Jahrhunderts
Technik: Bleistift und Graphit auf Papier
Maße: 20 × 19 cm
Thema: Hispano-Araber, Viehzucht, Zoologie
Werktyp: Original für Verlags- und wissenschaftliche Illustration
Autor: Nicht identifiziert
Inschriften: „Cª 671 – Caballo hispano-árabe“ und diverse handschriftliche Verlagsreferenzen
Erhaltungszustand: Guter Gesamtzustand, mit kleinen Flecken, Anmerkungen und Gebrauchsspuren aus der Verwendung als Arbeitsvorlage für den Verlag.
Anmerkung der Werkstatt
Dies ist eines jener Stücke, bei denen die ursprüngliche Funktion ihre Ästhetik perfekt erklärt.
Der Zeichner musste ein wiedererkennbares, anatomisch überzeugendes Pferd darstellen, das klar genug war, um die Verkleinerung auf der gedruckten Seite zu überstehen. Daher die Sauberkeit des Profils und das fast völlige Fehlen eines Hintergrunds.
Wir finden es besonders interessant, dass sowohl die Identifikation der Rasse als auch die Abbildungsnummerierung und die internen Verlagshinweise erhalten geblieben sind. Es sind Elemente, die eine gute Tierzeichnung in ein Dokument des Produktionsprozesses eines Fachbuchs aus dem 20. Jahrhundert verwandeln.
Die redaktionellen Anmerkungen bleiben bewusst als Teil der Geschichte des Stücks erhalten.
